Eine Immobilie günstig erwerben, modernisieren und nach kurzer Zeit mit Gewinn weiterverkaufen: Dieses Prinzip steht hinter Fix & Flip. Das Geschäftsmodell wirkt auf den ersten Blick unkompliziert, verlangt jedoch weit mehr als handwerkliches Geschick und ein gutes Gespür für Wohntrends. Entscheidend sind ein realistischer Einkaufspreis, eine belastbare Kostenplanung, genaue Kenntnisse des regionalen Marktes und ein klarer Verkaufsfahrplan.
Von der Anschaffung zur Wertsteigerung: Die Strategie von Fix & Flip
Investoren, die sich für das Fix & Flip-Modell interessieren, halten gezielt nach Immobilien Ausschau, deren Kaufpreis aufgrund von Modernisierungsbedarf, ungünstiger Darstellung oder komplizierten Verkaufssituationen unter ihrem potenziellen Marktwert liegt. Nach dem Erwerb wird die Immobilie technisch, energetisch oder visuell aufgewertet und so schnell wie möglich weiterverkauft. Der Gewinn resultiert aus der Differenz zwischen dem späteren Verkaufspreis und allen anfallenden Kosten. Zu diesen gehören nicht nur der Kaufpreis und die Renovierungskosten, sondern auch Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Finanzierungsgebühren, Versicherungen, Marketingkosten sowie mögliche Leerstandszeiten. „Wer diese zusätzlichen Ausgaben unterschätzt“, warnt Karsten Schrick von Schrick Immobilien in Ahrensburg, „kann selbst bei einem erfolgreichen Weiterverkauf hinter den Erwartungen zurückbleiben.“
Genau kalkulieren: Warum Fachwissen über den Markt entscheidend ist
Eine verlässliche Kalkulation beginnt bereits vor der Besichtigung einer Immobilie. Faktoren wie Vergleichspreise, Zielgruppe, Mikrolage und Nachfrage bestimmen den realistisch erzielbaren Verkaufspreis. Gleichzeitig muss der bauliche Zustand genau geprüft werden. Versteckte Feuchtigkeitsschäden, veraltete Installationen oder Schadstoffe können den Zeit- und Kostenrahmen erheblich beeinflussen. Ein finanzieller Puffer für unvorhergesehene Ausgaben ist deshalb ratsam. Auch bei der Finanzierung sollten Reserven eingeplant werden, da jeder zusätzliche Monat Zinsen und laufende Kosten verursacht. „Ein professioneller Zeitplan muss Handwerkerkapazitäten, Lieferfristen sowie behördliche Abstimmungen berücksichtigen“, erklärt Schrick. „Je enger die Marge kalkuliert ist,“ fügt er hinzu, „desto mehr Einfluss haben schon kleine Verzögerungen oder Preisnachlässe auf das Gesamtergebnis des Projekts.“ Steuerliche Konsequenzen sollten ebenfalls fachkundig behandelt werden.
Erfolgreicher Abschluss beginnt mit dem richtigen Einkauf: Den Verkauf frühzeitig planen
Erfolgreiche Projekte richten sich nicht nach persönlichem Geschmack aus, sondern an den Bedürfnissen potenzieller Käufer. Ausstattung und Grundriss müssen zur Lage und zum geplanten Preisniveau passen. Eine luxuriöse Ausstattung in einem preissensiblen Umfeld kann ebenso unwirtschaftlich sein wie eine oberflächliche Renovierung ohne Substanzverbesserung. Bereits beim Erwerb sollte klar sein, wer das Objekt später kaufen soll und welche Präsentationsstrategie verfolgt wird. Die erforderliche Mindestmarge sollte ebenfalls festgelegt sein.
„Fix & Flip kann profitabel sein“, sagt Schrick abschließend aus Ahrensburg herausfordernd lächelnd: „wenn Einkauf, Umbau und Verkauf sorgfältig aufeinander abgestimmt sind.“ Schnelle Gewinne seien jedoch kein Selbstläufer – sie beruhen auf Erfahrung und gründlicher Vorbereitung.
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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